Eine Boxspring ist kein Bettgestell
Eine Boxspring kommt als zwei fertige Boxen, die zusammen eine Ebene bilden müssen. Ein Lattenrost kommt nicht hinein, denn die Federung sitzt in der Box selbst; wer dennoch etwas dazwischenlegt, nimmt genau das weg, wofür er bezahlt hat. Die Arbeit steckt im Ausrichten: Beide Boxen müssen auf den Millimeter gleich hoch stehen und mit den Verbindungsbügeln zusammengezogen sein, sonst spürt man nachts die Fuge in der Mitte. Der Topper kommt zuletzt darauf, wenn die Kopfteilhalter auf Höhe hängen. Bei IKEA-Serien läuft der Rahmen umgekehrt, siehe IKEA-Bettmontage.
Die Füße wählt man, wenn man den Boden sieht
Fast jede Boxspring bringt mehrere Fußsätze mit, und die Wahl ist nicht nur Geschmack. Auf Teppich sinkt ein schmaler Fuß ein und das Bett kippelt beim Ein- und Aussteigen; dort gehört ein breiter Fuß oder eine Unterlage hin. Auf Laminat oder Gussboden will man dagegen einen Filzgleiter, sonst zieht der Fuß bei der ersten Bewegung einen Halbkreis in den Boden. Über einer Fußbodenheizung setzen wir keine scharfe Spitze auf den Boden und halten die Matratze frei von der Sockelleiste, damit die Wärme weg kann. Die Einstiegshöhe ändert sich mit: ein Satz höher macht in der Praxis fünf bis acht Zentimeter aus.
Elektrisch verstellbar: Motor, Kabel, Steckdose
Bei einer verstellbaren Boxspring hängen zwei Motoren unter dem Bett, dazu ein Trafo und eine Handbedienung. Die Kabel müssen sich mitbewegen können, ohne irgendwo einzuklemmen: Wir legen sie mit großzügiger Schlaufe am Rahmen entlang und fixieren sie an Punkten, die sich nicht bewegen. Danach fahren wir jede Stellung einmal ganz auf und ab, mit aufgelegter Matratze — denn ein Kabel, das leer frei läuft, kann unter Last dennoch klemmen. Die Steckdose muss erreichbar bleiben; neue Elektroinstallation legen wir nicht. Dasselbe Prinzip gilt bei Schreibtischen, siehe Büro- und Wohnzimmermontage.
Hochbetten und Etagenbetten: die Wand macht mit
Ein Hochbett ist das einzige Bett, das konstruktiv an die Wand gehört. Es ist schmal, hoch und bekommt täglich einen seitlichen Stoß von jemandem, der die Leiter hochsteigt; ohne Verankerung fängt es mit der Zeit an zu wackeln. Deshalb befestigen wir es mit einer zum Wandtyp passenden Verankerung und prüfen, ob die Absturzsicherung weit genug über die Matratze reicht — das hängt an der Matratze, die Sie einlegen, nicht an der, mit der der Hersteller rechnet. Die Leiter kommt auf die Seite, an der die Tür nicht stört, und das klären wir, bevor etwas fest wird.
Ein Markenbett ohne Anleitung
Auping, Eastborn, Swiss Sense oder ein zehn Jahre altes Importbett: Die Anleitung ist weg, eine Typennummer ist nicht mehr lesbar. Dann lesen wir das Bett selbst. Die Beschläge verraten den Hersteller, die Löcher in der Zarge legen die Reihenfolge fest, und die Form der Eckverbindung sagt, ob sie zieht oder nur trägt. Wir halten die Schrauben je Seite getrennt und fotografieren jeden Schritt, damit am Ende nichts übrig bleibt. Dieselbe Methode nutzen wir bei Schranksystemen, siehe Schränke aller Marken.
Der Rest des Schlafzimmers
Ein Bett steht selten allein. Nach Absprache demontieren wir das alte Bett und entsorgen es gegen die Deponiekosten, was Ihnen eine Fahrt mit dem Anhänger spart. Steht auch ein Schrank oder eine Medienwand an, nehmen wir das im selben Termin mit: Die schweren Teile gehen dann einmal nach oben und das Verpackungsmaterial in einem Zug zurück. Für einen wandhängenden Fernseher im Schlafzimmer gilt dieselbe Geschichte über Wandtypen wie bei einem BESTÅ TV-Möbel.