Die Höhe entscheidet über die Handgelenke, nicht über den Rücken
Die meisten stellen den Tisch auf die Höhe, die der Karton nahelegt, und den Stuhl auf die Höhe, in der er ankam. Dann sitzt man zu hoch zur Platte, die Schultern ziehen hoch und die Handgelenke knicken nach oben — und das spürt man nach einer Woche in den Unterarmen, nicht im Rücken. Wir gehen umgekehrt vor: erst den Stuhl auf den Unterschenkel, damit die Füße flach stehen und die Knie etwas tiefer als die Hüfte sitzen, und danach die Platte auf den Unterarm. Bleibt die Platte dann zu hoch, gehört dazu eine Fußstütze und kein höherer Stuhl.
Die Tiefe der Platte bestimmt den Sehabstand
Ein Bildschirm gehört ungefähr auf Armlänge, und das gelingt auf einer sechzig Zentimeter tiefen Platte nicht, sobald ein Siebenundzwanzig-Zoll-Monitor daraufsteht: Man schiebt den Bildschirm bis an die Wand und sitzt trotzdem zu nah davor. Ein Monitorarm holt diesen Platz zurück, weil der Fuß verschwindet und der Bildschirm weiter nach hinten und nach oben kann. Wir klemmen den Arm an die Hinterkante oder verschrauben ihn durch die Platte, wenn die Kante zu dick ist. Für die Höhe gilt dieselbe Regel wie beim Fernseher, siehe BESTÅ TV-Möbelmontage.
Der Boden unter dem Stuhl macht mit
Ein Bürostuhl wird mit einem Rollentyp geliefert, und der passt selten zu jedem Boden. Harte Rollen gehören auf Teppich und laufen dort leicht; auf Laminat, Parkett oder Gussboden hinterlassen sie binnen Monaten eine matte Bahn. Weiche Rollen mit Gummilauffläche tun das Gegenteil: auf hartem Boden ruhig, auf Teppich pflügend. Wir tauschen sie, wo nötig — die Rollen sind gesteckt und gehen mit einem Ruck heraus — oder legen eine Bodenschutzmatte aus. Steht der Arbeitsplatz im Schlafzimmer, verbinden wir das oft mit IKEA-Bettmontage.
Was unter einem Steh-Sitz-Tisch steht, zählt mit
Ein elektrischer Tisch fährt mit allem hoch, was an ihm hängt, und was sich nicht mitbewegt, wird zum Problem. Eine Fensterbank, ein Heizkörper oder eine Dachschräge über der Platte stoppt die Fahrt auf halbem Weg; ein Rollcontainer zu dicht unter der Platte klemmt beim Absenken. Deshalb fahren wir vor der Montage den gesamten Hub ab und legen die niedrigste und die höchste nutzbare Stellung als Preset fest. Den Kollisionsstopp prüfen wir von Hand, und wir kontrollieren, ob das Netzkabel in der höchsten Stellung lang genug ist — sonst zieht es sich in einer Bewegung aus der Steckdose. Für Schränke neben dem Tisch siehe IKEA-Schrankmontage.
Einen Stuhl einzustellen ist mehr als die Höhe
Ein guter Bürostuhl hat vier Verstellungen, und sie hängen voneinander ab. Die Sitztiefe soll zwei bis drei Finger zwischen Sitzkante und Kniekehle lassen, sonst drückt die Kante auf den Unterschenkel. Die Armlehne soll den Unterarm tragen, ohne dass die Schulter hochzieht. Der Wippwiderstand wird auf das Körpergewicht eingestellt: zu leicht und man kippt nach hinten, zu schwer und man kommt aus der aufrechten Stellung nicht heraus. Und die Lordosenstütze gehört in die Wölbung des unteren Rückens, nicht in die Taille. Diese vier stellen wir ein, während Sie darin sitzen, sonst bleibt es Raterei.
Von einem Arbeitsplatz zu einem ganzen Raum
Ein Tisch mit Stuhl ist eine halbe Stunde Arbeit; sechs gleiche Arbeitsplätze sind ein anderer Auftrag. Dann bauen wir in Serie: erst alle Untergestelle, dann alle Platten, dann erst die Kabel, denn so liegt das Werkzeug je Arbeitsgang nur einmal bereit. Wir zählen vorab die Steckdosen und ihre Lage, denn das bestimmt, wo die Steckdosenleisten hinkommen und wie lang die Kabelkanäle werden. Für Büros planen wir lieber außerhalb der Arbeitszeit. Wie ein ganzer Raum abläuft, steht unter Büro- und Wohnzimmermontage.