Die Reihenfolge ist die halbe Arbeit
In einem leeren Raum funktioniert fast jede Reihenfolge; in einem Raum, in dem schon etwas steht, genau eine. Wir befestigen zuerst alles, was an die Wand kommt — Schränke, Borde, Bildschirme — denn dafür muss die Wand frei sein und eine Leiter Platz haben. Danach kommt, was auf dem Boden steht, von schwer nach leicht, damit ein Sideboard nicht an einem gerade aufgebauten Konferenztisch vorbeimuss. Kabel und Geräte sind immer zuletzt dran, denn jede Bewegung danach löst sie wieder. Wer umgekehrt anfängt, trägt den halben Tag Dinge, die schon fertig waren.
Der Weg hinein bestimmt die Planung
Ein drei Meter langer Konferenztisch ist kein Montage-, sondern ein Logistikproblem. Wir messen vorab den engsten Durchgang, die Wendung im Flur und das Innenmaß des Aufzugs und vergleichen das mit dem längsten Karton auf dem Lieferschein. Passt es nicht, bauen wir vor Ort auf statt unten; passt der Karton nicht einmal durch die Tür, muss diese ausgehängt werden, und das ist eine Absprache vorab und keine Überraschung am Tag selbst. In einem Bürogebäude gehört dazu auch: wann der Aufzug genutzt werden darf und wo die Verpackung stehen darf.
Kabel für mehr als einen Arbeitsplatz
Ein Tisch hat einen Kabelkanal; sechs Tische brauchen einen Plan. Zahl und Lage der Steckdosen bestimmen alles: wie lang die Kanäle werden, wo die Steckdosenleisten hängen und welche Tische in einer Reihe stehen. Wir hängen die Leisten unter die Platte statt auf den Boden, denn eine Leiste am Boden wird vom Staubsauger getroffen und zieht mit der Zeit einen Stecker heraus. Was wir nicht tun, ist neue Stromkreise oder zusätzliche Steckdosen zu legen; das ist Sache einer zugelassenen Elektrofachkraft. Die Einstellung je Arbeitsplatz steht unter Schreibtisch- und Stuhlmontage.
Wandpaneele und Borde ohne Risse
Akustikpaneele und schwebende Borde wirken leicht, hängen aber weit von der Wand ab und ziehen deshalb stark an der oberen Befestigung. Bei Paneelen kommt eines hinzu: Sie werden meist im Raster nebeneinandergesetzt, eine schiefe Reihe verrät sich also über die ganze Wand. Deshalb reißen wir zuerst die vollständige Einteilung mit einer Laserlinie an und bohren erst, wenn die ganze Reihe stimmt. Welcher Dübel hineinkommt, hängt von der Wand ab, und das ist dieselbe Abwägung wie bei Schränke aller Marken.
Verpackung ist das halbe Volumen
Bei einer kompletten Einrichtung ist der Karton buchstäblich größer als die Möbel. Zwanzig Flachpakete ergeben einen Berg, der in keine normale Tonne passt und den man nicht eben im Aufzug mitnimmt. Wir falten den Karton flach, holen das Styropor heraus und nehmen alles in einer Fahrt mit — es sei denn, das Gebäude hat eine eigene Entsorgung, dann stellen wir es getrennt an der vorgesehenen Stelle bereit. Bei Ankunft zählen wir außerdem die Kolli gegen den Lieferschein, denn einen fehlenden Karton bemerkt man lieber um neun als um vier.
Nach Stunden oder als Projekt
Einen einzelnen Schrank oder einen Schreibtisch rechnen wir nach Stunden ab: Das ist fairer als ein Festpreis für Arbeit, die in einer Stunde erledigt ist. Ein ganzer Konferenzraum, ein Wohnzimmer oder eine Etage mit Arbeitsplätzen läuft über einen Festpreis, nach einer Aufnahme vor Ort oder anhand von Fotos plus Lieferschein. Den Preis bestimmt nicht die Zahl der Möbel, sondern die Zahl der Arbeitsgänge: Wandmontage, Kabel, Demontage des Vorhandenen und Entsorgung. Gehört eine Teeküche dazu, fällt das unter Küchenmontage, eine Medienwand unter BESTÅ TV-Möbelmontage.